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Wenn Sie sich nicht sicher sind ...
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Richtiges Hören ist
Grundvoraussetzung für richtiges Schreiben. Dies haben Sie schon bei der
Unterscheidung von kurzen und langen Lauten gelernt. In diesem Kapitel des
Moduls beschäftigen wir uns nun mit gleich und ähnlich klingenden Lauten und
ihren Buchstabenzuordnungen.
Die Neuerungen nach der
Rechtschreibreform sind in diesem Lehrgang mit Rot gekennzeichnet,
die Regeln mit Blau.
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Der geschlossene e-Laut wird
anders gesprochen als der Umlaut ä.
Der Umlaut ä wird offener
gesprochen, also mehr zum a
hin. e ist nicht ä und eu ist nicht äu.
Die Unterscheidung, ob Umlaut oder nicht,
ist sehr oft schwer zu fällen.
ei und ai werden zwar verschieden geschrieben, haben aber den gleichen
Klang. Auch i, y
und ü werden ähnlich
gesprochen, wobei das y den
Fremdwörtern vorbehalten bleibt.
Die
Unterscheidung von b – p, d – t, g – k ist kaum möglich, weil diese Laute zumeist schlampig
ausgesprochen werden.
Nicht zu vergessen der x-Laut, für den es folgende Schreibweisen gibt: x, chs, gs, ks und cks.
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Ob
ein Wort mit e oder ä geschrieben wird, entscheidet
das so genannte Stammprinzip. Für kurzes, offenes "e" schreibt
man ä statt e, wenn es eine Grundform mit a gibt.
Beispiele
}
Bänder, Bändel (wegen Band);
}
Hälse (wegen Hals);
}
Kälte, kälter (wegen kalt);
}
überschwänglich
(wegen Überschwang);
}
Schenke/Schänke
(wegen ausschenken/Ausschank), aufwendig/aufwändig (wegen aufwenden/Aufwand).
Für langes
e und langes offenes e, die in der Aussprache nicht zu unterscheiden
sind, schreibt man ä, sofern
es eine Grundform mit a gibt:
}
quälen (wegen Qual)
}
Wörter wie: sägen, Ähre (/ Ehre),
Bär , deren Herkunft unklar ist.
Es
gibt nur wenige Ausnahmen, die mit ä
statt e geschrieben werden.
Beispiele: ätzen,
dämmern, Geländer, Lärm, März, Schärpe
Zu
unterscheiden sind gleich lautende, aber unterschiedlich geschriebene Wörter wie:
}
Äsche / Esche;
}
Färse / Ferse;
}
Lärche / Lerche.
Es
gibt nur wenige Ausnahmen, die mit e
statt ä wieder gegeben werden.
Beispiele: Eltern (trotz alt); schwenken
(trotz schwanken)
Für
den Diphthong [oy] schreibt man äu
statt eu, wenn es eine Grundform mit au gibt.
Dies betrifft
flektierte und abgeleitete Wörter
wie:
}
Häuser (wegen Haus)
}
er läuft (wegen laufen)
}
Mäuse, Mäuschen (wegen Maus)
}
Gebäude (wegen Bau)
}
Geräusch (wegen rauschen)
}
sich schnäuzen
(wegen Schnauze)
}
verbläuen
(wegen blau)
}
nämlich (wegen Name),
}
Gräuel (wegen grauen).
In
wenigen Wörtern schreibt man ausnahmsweise äu.
Das
betrifft Wörter wie: Knäuel, Räude, sich räuspern, Säule,
sich sträuben, täuschen.
Nur
in wenigen Wörtern schreibt man den Diphthong [ai] ausnahmsweise ai.
Das
betrifft Wörter wie: Hai, Kaiser, Mai.
Zu
unterscheiden sind gleich lautende, aber unterschiedlich geschriebene Wortstämme wie:
}
Bai / bei
}
Laib / Leib / Leiberl
}
Laich / Leiche
}
Laie / Laien / leihen
}
Saite / Seite
}
Waise / Weise / weisen
Im Plural wird aus a ein ä und aus au
ein äu. e und eu bleiben auch in der Mehrzahl e und eu.
Beispiele
}
Gans – Gänse,
}
Rad – Räder,
}
Maus – Mäuse,
}
aber: Eule – Eulen,
Pferd – Pferde.
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In Fremdwörtern steht sehr oft y statt ü.
Beispiele: Zypern, Tyrann.
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Durch deutliche Aussprache eines
Wortes hört man, ob es im Anlaut oder im Inlaut mit b oder p, d oder t, g oder k geschrieben wird.
}
Bein – Pein
}
Deich – Teich
}
Gasse – Kasse
}
Ende – Ente
Wissen Sie nicht, ob ein Wort am
Ende (Auslaut) mit b oder p, d oder t, g oder k gesprochen wird, so verlängern Sie
es und suchen dazu ein verwandtes Wort.
}
Kalb – Kälber
}
Herd – Herde
}
Alp – Alpen
}
Wert – Werte
Beachten Sie:
Mit b schreiben Sie: Abt,
Erbse, Herbst, hübsch, Obst, Obhut, ab,
ob.
Mit p schreiben Sie: Gips, Raps, Mops,
Schlips, Papst, Kapsel; Klempner, September.
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Die Silbe end- schreiben Sie mit d,
wenn Sie von "Ende" abzuleiten ist.
Beispiele
}
endlich, endlos, endgültig
}
Endpunkt, Endstation, Endlaut
Die Silbe ent- schreiben Sie mit t,
wenn sie nicht von "Ende" abzuleiten ist.
Beispiele
}
entlang, entzwei, entbehrlich
}
Entschluss, Entspannung, Entwurf
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Man schreibt die Vorsilbe tod-, wenn das Grundwort ein Adjektiv ist.
Beispiele
}
todernst, tödlich, todblass,
todkrank
}
auch: Todfeind, Todsünde, Todessturz
Man schreibt die Vorsilbe tot-, wenn das Grundwort ein Verb ist.
Beispiele
}
totfahren, totgeboren, töten
}
auch: Totschlag, Totenkopf, Totenbett,
die Toten
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Man schreibt "Stadt" mit
dt, aber "Stätte"
(=Platz) mit tt.
Auch die Präposition mit dem
Genitiv "statt" schreibt man mit tt.
Beispiele
}
Stadtrat, Städter, städtisch
}
Werkstatt, statthaft, statt seiner
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Für den f-Laut gibt es die drei Zeichen f, ph und v.
In der Aussprache gibt es bei diesen Lauten keinen Unterschied.
Beispiele
}
Feile, Harfe, Fahne,
}
Larve,
}
Physik, Strophe
Für den f-Laut tritt am häufigsten f
auf. Nach dem Konsonanten n
schreiben Sie immer f.
Beispiele: Auskunft, Vernunft,
Zukunft
Nach dem Konsonanten m schreiben Sie fast immer pf.
Beispiele: Dampf, Sumpf,
Strumpf
In Fremdwörtern
tritt der f-Laut als ph auf. Nach der neuen Rechtschreibung ist allerdings zumeist auch
die Schreibweise mit f
erlaubt.
Beispiele
}
Megaphon, auch Megafon
}
Orthographie, auch Orthografie
}
Photokopie, auch Fotokopie
}
aber: Physik, Strophe, Triumph
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Mit x und chs werden nur wenige Wörter geschrieben. Dafür gibt es keine bestimmten Regeln.
}
Axt, Taxi, Text,
Hexe
}
Achse, Dachs, sächsisch
Alle anderen Wörter, die mit dem
x-Laut cks, ks
oder gs geschrieben werden,
lassen sich von
anderen Wörtern ableiten.
}
Knacks – knacken
}
mucks – mucken
}
Koks- verkoken
}
halbwegs – Weg
}
flugs – fliegen
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In diesem Fall können
Sie auch Ihr Rechtschreibprogramm
zu Hilfe nehmen. Ob ein Wort mit einem e oder ä geschrieben wird, kann
Ihnen das Rechtschreibprogramm zumeist sagen. Schwierig wird die Sache bei
Fremdwörtern. Im Zweifelsfall ist die sicherste Methode immer: im Wörterbuch nachschauen.
Der Computer
hilft heute in der Praxis beim Korrigieren der Rechtschreibung. Dennoch ist ein
Verständnis der zugrundeliegenden Rechtschreibregeln unabdingbar, wenn
einzelne Fehler, die der Computer noch nicht erkennen kann,
vermieden werden sollen. Insbesondere können Rechtschreibprogramme nicht immer
bei der Groß- und Kleinschreibung, der Fremdwortschreibung und der
Beistrichsetzung helfen.
Der Duden gibt Ihnen
Auskunft über die Neuerungen in der deutschen Rechtschreibung.
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© 2003, bearbeitet von Stephan Waba
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